Chamaeleo calyptratus



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Vorgehen bis zur Haltebewilligung
Vorgehen Haltebewilligung Chamäleon.pdf
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Checkliste zur Haltebewilligung
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Jemenchamäleon (nicht mehr im Tierbestand)

 

Merkmale

Die adulten Chamäleon tragen eine seitlich abgeplatteten, spitz nach hinten laufenden, helmartig wirkenden Partialkamm auf dem Kopf. Dieser Helm ist bei den Männchen mit bis zu acht Zentimetern Höhe nicht nur deutlich größer, sondern auch viel auffälliger als der der Weibchen. Außerdem bildet sich bei ihnen an den Fersen der Hinterbeine ein charakteristischer Fersensporn, welcher bei jungen Männchen schon bald nach dem Schlüpfen als Beule zu erkennen ist. Im Laufe des Wachstums kommt noch eine Verdickung des Schwanzbereiches an der Kloake hinzu. Die Färbung beider Geschlechter ist in erster Linie abhängig von der Stimmung und variiert sehr stark. Das Farbspektrum ihrer Chromatophoren umfasst grün, braun, blau, weiß, schwarz, gelb und orange, sowie viele Zwischentöne. Die Grundfärbung der Männchen wird oft von Grüntönen dominiert. Dabei sind meist drei, seltener vier oder fünf vertikale, breite, gelbe, häufig dünn braun gerandete Streifen auf den Flanken zu sehen. Diese können durch horizontale dunklere (braune) Flecken verbunden sein. Die Weibchen zeigen oft eher blassgrüne bis braune Töne, häufig mit unregelmäßigen gelben Flecken. Der Körperbau, insbesondere die typischen Anpassungen von Augen, Zunge, Schwanz und Beinen, entsprechen dem für Chamaeleonidae typischen Bau.

 

Vorkommen

Die Art bewohnt ein ausgedehntes und klimatisch heterogenes Verbreitungsgebiet im Süden der arabischen Halbinsel. In diesem haben sich verschiedene farblich und auch in der Größe deutlich voneinander abweichende Lokalformen entwickelt, wobei die im Norden lebenden die südlichen Formen an Größe und Farbigkeit übertreffen. Ihre systematische Stellung bedarf noch der Klärung. Sie besiedeln z. T. recht unterschiedliche Lebensräume. Man findet die Tiere sowohl in den trockenen vegetationsarmen Hochebenen Jemens und Saudi-Arabiens als auch in den vegetaationsreichen Berghängen Südjemens. Selbst im tropisch bis subtropischen Klima der zu Saudi-Arabien gehörenden Provinz Asir, mit 200 Millimetern Jahresniederschlag das feuchteste und vegetationsreichste Gebiet der Arabischen Halbinsel, gibt es Jemenchamäleons, hier vertreten in der Unterart Chamaeleo calyptratus calcalifer.

 

Haltung

Die Terrarien sind selbsgebaut mit grossen Lüftungsflächen. Beide Seiten und das Dach bestehen 100% aus Fliegengitter, damit der Luftaustausch gewährleistet ist. Die Frontseite hat 2 Scheiben über die gesamte Höhe, welche auf Laufrollen gelagert sind.

Der Bodengrund besteht aus einem Erde-Kokosgemisch und wird bei, Weibchen bis 20cm hoch eingefüllt, damit bei der Eiablage genügend grabfähiges Material vorhanden ist.

Die Einrichtung besteht sonst aus diversen Ficus, Efeututen und Ästen mit unterschiedlichen Durchmesser, abgestimmt auf das Alter vom Tier.

Die Luftfeuchtigkeit und Temperatur steure ich mittels einem GHL Terrariencomputer.

Mittels des Computer wird 2x Täglich das Terrarium über eine Regenanlage befeuchtet. Im Sommer bei sehr hohen Temperaturen auch 3-4 mal, je nach dem.

Die Temperarur sollte 25-30 Grad betragen, unter dem Wärmespot bis 40 Grad. In der Nacht darf die Temperatur ruhig bis auf 20 Grad abgesenkt werden.

Die Luftfeuchtigkeit sollte 60-80% betragen. 

Nach Möglichkeit sollte man das Terrarium im Sommer auf den Balkon oder die Terasse zügeln können, damit die Tiere das Sonnenlicht geniessen können. Natürlich nur wenn die Temperatur auch stimmt. 

 

Beleuchtung: 160W UV Metalldampflampe als Wärmespot und UV Versorgung 

                         58W HI T5 Röhre als Grundbeleuchtung 

                         30W LED Scheinwerfer als Beleuchtung für Reinigung, und Besuch. Fürs Tier ist die nicht von Bedeutung. 

Die Lampen werden ausserhalb des Terrariums montiert, regelmässig gemessen und mindestens 1x im Jahr ersetzt.

 

Fütterung: Ich füttere meinen Tieren verschiedene Insekten. Heimchen, Grillen, Heuschrecken, Schaben, div. Maden und Larven, Mehlwürmer Fliegen usw. Auch eine Babymaus wird nicht verschmäht.

Würmer und Maden füttere ich maximal einmal in der Woche, da sie sehr fetthaltig sind.

Das Futter wird mehrmals in der Woche vor der Fütterung mit hochwertigen Mineralien und Vitaminen bestäubt.

Auch müssen die Futtertiere gefüttert und getränkt werden, damit sie auch gut genährt verfüttert werden. 

 

Haltebewilligung:

Das Jemenchamäleon darf nur mit Haltebewilligung gehalten werden. Dazu benötigt man den Sachkundenachweis. Ein Gutachten fürs Terrarium ist momentan noch nicht nötig. Jedoch muss man dem Veterinäramt beim Haltebewilligung Antrag die Detailierten Terrarienmasse angeben.

Für weitere Fragen über den Ablauf für die Haltebewilligung, den Terrarienbau, oder die Haltung können Sie mich gerne anschreiben.