Ceratophrys ornata
Schmuckhornfrosch
Merkmal / Information
Wissenschaftlicher Name: Ceratophrys ornata
Deutscher Name: Schmuckhornfrosch
Herkunft: Argentinien, Uruguay und Südbrasilien
Lebensraum: Grasländer, Savannen, Sümpfe und feuchte Überschwemmungsgebiete
Größe Männchen: ca. 10–12 cm, Weibchen bis ca. 18 cm
Lebenserwartung: 10–15 Jahre
Aktivität: Dämmerungs- und nachtaktiv
Ernährung: Insekten, Regenwürmer und andere Wirbellose
Fortpflanzung: Eierlegend
Haltebewilligung: Schweiz Nein
Schutzstatus: Nicht CITES-gelistet
Schwierigkeitsgrad: Anfänger
Schmuckhornfrosch
Der Schmuckhornfrosch (Ceratophrys ornata) stammt aus den Graslandschaften und Savannen Argentiniens, Uruguays und dem südlichen Brasilien. Dort bewohnt er feuchte Wiesen, Sümpfe und Überschwemmungsgebiete, wo er sich häufig im lockeren Boden eingräbt und geduldig auf Beute wartet.
Der Schmuckhornfrosch zählt zu den eindrucksvollsten Froscharten überhaupt. Sein kräftiger, rundlicher Körper, das außergewöhnlich große Maul und die hornartigen Hautfortsätze über den Augen verleihen ihm ein unverwechselbares Aussehen.
Die Grundfärbung variiert von verschiedenen Grün- und Gelbtönen bis hin zu Braun, durchzogen von dunklen Flecken und Zeichnungen. Diese Muster sorgen für eine hervorragende Tarnung im Laub und auf dem Waldboden.
Weibchen werden meist deutlich größer als Männchen und können eine Körperlänge von bis zu 18 cm erreichen.
Schmuckhornfrösche sind ausgeprägte Lauerjäger. Den größten Teil des Tages verbringen sie nahezu regungslos im Bodengrund eingegraben und warten darauf, dass sich eine geeignete Beute nähert. Blitzschnell schnappen sie mit ihrem enorm breiten Maul zu.
Diese Frösche sind Einzelgänger und können gegenüber Artgenossen sehr territorial sein. Deshalb werden erwachsene Tiere grundsätzlich einzeln gehalten.
Ich halte meine Schmuckhornfrösche in geräumigen Terrarien mit einer ausreichend hohen Schicht grabfähigen Bodengrunds. Versteckmöglichkeiten, Moose sowie eine Wasserschale sorgen für ein naturnahes Umfeld.
Da die Tiere nur wenig klettern, ist eine große Grundfläche wichtiger als die Höhe des Terrariums.
Die Temperaturen liegen tagsüber bei etwa 24 bis 28 °C und dürfen nachts etwas absinken. Eine Luftfeuchtigkeit zwischen 60 und 80 % sowie regelmäßiges Besprühen schaffen ein angenehmes Klima.
Schmuckhornfrösche besitzen einen außergewöhnlich großen Appetit. Gefüttert werden sie abwechslungsreich mit Heimchen, Grillen, Schaben, Regenwürmern und anderen geeigneten Futtertieren.
Alle Futtertiere werden regelmäßig mit hochwertigen Vitamin- und Mineralstoffpräparaten ergänzt. Aufgrund ihrer Veranlagung zu Übergewicht ist eine angepasste Fütterung besonders wichtig.
In der Natur beginnt die Fortpflanzungszeit mit der Regenzeit. Die Weibchen legen mehrere hundert bis über tausend Eier in flachen Gewässern ab. Die Kaulquappen entwickeln sich sehr schnell und wachsen innerhalb weniger Wochen zu kleinen Fröschen heran.
Eine erfolgreiche Nachzucht im Terrarium ist möglich, erfordert jedoch Erfahrung sowie eine gezielte Simulation der natürlichen Jahreszeiten.
Der Schmuckhornfrosch wird aufgrund seines riesigen Mauls im Englischen häufig als „Pacman Frog“ bezeichnet. Er gehört zu den kräftigsten Lauerjägern unter den Amphibien und kann überraschend große Beutetiere überwältigen. Trotz seines etwas grimmigen Aussehens ist er ein faszinierender Pflegling, der sich hervorragend beobachten lässt.
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