Trioceros jacksonii jacksonii
Dreihornchamäleon
Merkmal / Information
Wissenschaftlicher Name: Trioceros jacksonii jacksonii
Deutscher Name: Jackson-Dreihornchamäleon
Herkunft: Kenia, Nordtansania
Lebensraum: Bergregenwald
Größe: ca. 25–35 cm
Lebenserwartung: bis ca. 10 Jahre
Aktivität: tagaktiv
Ernährung: Insekten
Fortpflanzung: lebendgebärend
Schwierigkeitsgrad: Fortgeschritten
Schutzstatus: CITES Anhang II
Haltebewilligung Schweiz: Ja
Citizen Conservation: Nein
Jackson-Dreihornchamäleon
Das Jackson-Dreihornchamäleon (Trioceros jacksonii jacksonii) stammt aus den Hochlandregionen Kenias und Nordtansanias. Dort lebt es in regenreichen Bergwäldern auf Höhen bis etwa 2.000 Metern über Meer.
Die Tiere halten sich überwiegend in Büschen und Bäumen auf und sind teilweise sogar hoch oben in den Baumkronen anzutreffen.
Die Männchen sind leicht an ihren drei markanten Hörnern zu erkennen. Das mittlere Horn wächst direkt über der Schnauzenspitze und ist leicht nach oben gebogen. Die beiden seitlichen Hörner befinden sich oberhalb der Augen und ragen nach vorne.
Die Grundfärbung reicht von kräftigem Grün bis zu gelblich-braunen Farbtönen. Je nach Stimmung, Temperatur oder Umgebung können sich die Farben verändern. Helle oder dunkle Flecken verleihen jedem Tier zusätzlich ein individuelles Erscheinungsbild.
Ich halte mein Jacksonii-Paar derzeit in einem "ReptiBreeze-Vollgazeterrarium". Diese Haltungsform funktioniert sehr gut, setzt aber voraus, dass die Tiere täglich beobachtet werden. Sollte es zu Stress oder Unverträglichkeiten kommen, müssen die Tiere sofort getrennt werden können.
Aus diesem Grund steht bei mir jederzeit ein zweites, identisch eingerichtetes Terrarium bereit, sodass ein Tier bei Bedarf ohne Verzögerung umgesetzt werden kann.
Die Tagestemperaturen liegen idealerweise zwischen 22 und 25°C. Unter einem Wärmespot darf lokal ein Sonnenplatz mit bis zu 30°C angeboten werden. Besonders wichtig für eine lange Lebenserwartung ist jedoch eine deutliche Nachtabsenkung von mindestens 10°C.
Von Ende Mai bis etwa Ende September – sofern die Nachttemperaturen nicht mehr unter 5°C fallen – verbringen meine Chamäleons die Sommermonate im Garten an einem geschützten, halbschattigen Platz. Das natürliche Sonnenlicht und die frische Luft wirken sich meiner Erfahrung nach sehr positiv auf die Tiere aus.
Während der Wintermonate ziehen die Terrarien auf meinen Dachboden. Dort herrschen Temperaturen zwischen 15 und 18 °C, an besonders kalten Tagen sinken sie auch einmal auf etwa 5 °C. Dank der UV- und Wärmelampe können sich die Tiere bei Bedarf jederzeit aufwärmen.
Normalerweise wird das Terrarium zweimal täglich beregnet. An heißen Sommertagen mit Temperaturen über 27 bis 28 °C erhöhe ich die Beregnung deutlich, da Jackson-Dreihornchamäleons längere Hitzeperioden nur schlecht vertragen.
Die Beregnung wird bei mir von einem Terrariencomputer gesteuert. Trotzdem kontrolliere ich meine Tiere und die gesamte Technik täglich. Eine verstopfte Düse oder ein technischer Defekt kann jederzeit auftreten und sollte möglichst schnell erkannt werden.
Steigen die Außentemperaturen auf über 30 °C, verwende ich zusätzlich Eisbeutel, die ich leicht ansteche und auf das Terrarium lege. Das langsam tropfende Schmelzwasser sorgt für zusätzliche Trinkmöglichkeiten und trägt gleichzeitig dazu bei, das Terrarium etwas herunterzukühlen.
Gefüttert werden meine Tiere abwechslungsreich mit Heimchen, Grillen, Fliegen, Schaben sowie gelegentlich Pinkies. Alle Futtertiere werden regelmäßig mit hochwertigen Vitamin- und Mineralstoffpräparaten bestäubt.
Ein bis zwei Fastentage pro Woche haben sich bei meinen Tieren bewährt und gehören zu meiner normalen Fütterungsroutine.
In der Schweiz darf das Jackson-Dreihornchamäleon nur mit einer gültigen Haltebewilligung gepflegt werden. Voraussetzung dafür sind unter anderem der Sachkundenachweis sowie ein vom Veterinäramt anerkanntes Gutachten über das Terrarium.
Wenn Sie Fragen zur Haltung, zum Terrarienbau oder zum Ablauf der Haltebewilligung haben, dürfen Sie mich jederzeit gerne kontaktieren. Ich teile meine Erfahrungen gerne mit anderen interessierten Haltern.
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