Sundheimerhuhn
Merkmal / Information
Wissenschaftlicher Name: Gallus gallus domesticus
Deutscher Name: Sundheimer Huhn
Herkunft: Deutschland (Baden-Württemberg)
Verwendung: Zweinutzungsrasse (Eier und Fleisch)
Größe: Hahn ca. 3,0–3,5 kg, Henne ca. 2,0–2,5 kg
Lebenserwartung: 6–10 Jahre
Aktivität: Tagaktiv
Ernährung: Körnerfutter, Legemehl, Grünfutter, Insekten und Würmer
Fortpflanzung: Eierlegend
Haltebewilligung: Schweiz Nein
Rassestatus: Anerkannte deutsche Hühnerrasse, gefährdete Nutztierrasse
Schwierigkeitsgrad: Anfänger
Das Sundheimer Huhn stammt aus der Region rund um Sundheim bei Kehl in Baden-Württemberg. Die Rasse entstand Ende des 19. Jahrhunderts durch die gezielte Kreuzung verschiedener Landhuhnrassen. Ziel war es, ein robustes und leistungsfähiges Zweinutzungshuhn zu züchten, das sowohl eine gute Legeleistung als auch eine ausgezeichnete Fleischqualität bietet.
Heute zählt das Sundheimer Huhn zu den gefährdeten alten Nutztierrassen und wird vor allem von engagierten Züchtern und Hobbyhaltern erhalten.
Das Sundheimer Huhn besitzt einen kräftigen, harmonischen Körperbau und fällt durch sein elegantes weiß-schwarzes Gefieder auf. Der Körper ist überwiegend weiß, während Halsbehang und Schwanz tiefschwarz gezeichnet sind.
Der einfache Stehkamm, die roten Kehllappen und die fleischfarbenen Läufe verleihen den Tieren ein klassisches und zugleich edles Erscheinungsbild.
Sundheimer Hühner sind ruhige, ausgeglichene und sehr menschenbezogene Tiere. Sie werden mit etwas Geduld schnell zutraulich und eignen sich deshalb hervorragend für Hobbyhalter und Familien.
Dank ihres freundlichen Wesens lassen sie sich gut in bestehende Hühnergruppen integrieren und zeigen nur selten aggressives Verhalten.
Das Sundheimer Huhn ist robust, wetterfest und unkompliziert in der Haltung. Ein trockener Stall, ausreichend Platz und regelmäßiger Freilauf sorgen für gesunde und ausgeglichene Tiere.
Im Freilauf verbringen sie viel Zeit mit Scharren und Futtersuche. Dabei finden sie selbstständig Insekten, Würmer und viele weitere natürliche Nahrungsquellen.
Eine ausgewogene Ernährung besteht aus hochwertigem Körnerfutter, Legemehl, frischem Grünfutter sowie saisonal Obst und Gemüse. Im Freilauf ergänzen die Tiere ihren Speiseplan durch Insekten und andere Kleintiere.
Frisches Wasser und Grit sollten jederzeit zur Verfügung stehen.
Sundheimer Hennen legen jährlich etwa 180 bis 220 hellbraune Eier. Einige Hennen zeigen einen natürlichen Bruttrieb, wodurch auch eine Naturbrut möglich ist.
Die Küken wachsen gleichmäßig heran und entwickeln bereits früh die typische schwarz-weiße Gefiederzeichnung.
Das Sundheimer Huhn gehört zu den wenigen traditionellen deutschen Zweinutzungsrassen, die bis heute erhalten geblieben sind. Neben seiner guten Legeleistung überzeugt es vor allem durch sein ruhiges Wesen, seine Robustheit und seine schöne Zeichnung.
Mit der Haltung dieser alten Hühnerrasse wird gleichzeitig ein kleiner Beitrag zum Erhalt wertvoller Nutztierrassen geleistet – ein Aspekt, der mir persönlich besonders wichtig ist.
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